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Wasser! Ein Stück Lebenskraft!

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Wasser – es ist nicht so, dass man dich zum Leben braucht: Du selbst bist das Leben.
Du durchdringst uns als Labsal, dessen Köstlichkeit keiner unserer Sinne auszudrücken fähig ist.
Durch dich kehren uns alle Kräfte zurück, die wir schon verloren gaben.
Dank deiner Segnung fließen in uns wieder alle bereits versiegten Quellen der Seele.
Du bist der köstlichste Besitz der Erde.“
Antoine de Saint-Exupery,  franz. Romanautor, Erzähler, 1900 – 1944

 

Ungefähr zwei Mal pro Jahr verschlägt es mich seit 2008 nach Südamerika. Seit dieser Zeit hat Wasser für mich eine neue Dimension erreicht. Denn für die Menschen dort, besonders im Inland, ist Wasser der tägliche Lebensquell. Ohne Wasser würde kein Leben existieren. Die im sogenannten Chaco befindlichen deutschen Kolonien wären ohne Wasser längst in die Knie gegangen.

Wasser war für mich in unseren Breitengraden immer selbstverständlich. Hahn auf und gut ist. Das Wasser hat zu Laufen. Da kommen mir Geschichten über das Duschen zu Ohren, wo junge Leute mind. 30 Minuten duschen – um dann zum Fußballtraining zu gehen. Berichte aus Dürregebieten ließen mich eher unberührt. Weil es ja so weit weg ist. Nicht vor meiner Haustür.

 

 

 

Doch seit 10 Jahren betrifft es mich schon. Denn für die Zeit, in der ich mich in diesem wunderschönen Land aufhalten darf – da hätte ich gerne jeden Tag Wasser. Und bis jetzt habe ich es auch – von ganz wenigen Ausnahmen einmal abgesehen – auch immer bekommen. Sehr beeindruckt hat mich der Umgang der dort lebenden Menschen mit dem Wasser. Da wird sehr bedacht mit diesem nicht selbstverständlichen Gut umgegangen. Die nicht regelmäßigen Regen-Niederschläge bekommen in den stündlichen Radionachrichten besonderes Gewicht. Wenn es denn regnet freuen sich die Menschen – meistens. Denn ohne das nasse Gut gäbe es keine Existenz.

Und diese Neuausrichtung in meinem Leben zu diesem Thema Wasser hat mich sehr sensibel werden lassen. Eine Tages werden wir noch Kriege rund um das Wasser führen. Momentan können wir in der glücklichen Lage sein (zumindest in der Region wo ich wohne), das Wasser ein Gut ist welches kommunal geregelt wird. Es ist ein kostengünstiges Gut. Nicht auszudenken, wenn die Regulierung in private Hände kommt.

Wie kommunizieren wir das mit dem Wasser? Gehen wir dagegen an wenn Großkonzerne nach und nach im Stillen und ohne großes Aufsehen Quellen weltweit aufkaufen? Eines Tages werden wir Preise akzeptieren müßen, die durch eben diese Konzerne diktiert werden. Und wir werden sie zahlen. Der Durst wird uns dazu treiben.

Auf dieses Thema in meinem Blog bin ich durch eine Predigt aufmerksam geworden, wo unser Pastor mit eben diesen Worten von Saint-Exepury seine Predigt eröffnet und geschlossen hat:

 

Wasser – es ist nicht so, dass man dich zum Leben braucht: Du selbst bist das Leben. 

Du durchdringst uns als Labsal, dessen Köstlichkeit keiner unserer Sinne auszudrücken fähig ist. 

Durch dich kehren uns alle Kräfte zurück, die wir schon verloren gaben.

Dank deiner Segnung fließen in uns wieder alle bereits versiegten Quellen der Seele.

Du bist der köstlichste Besitz der Erde.“

 

Das Wasser braucht uns nicht. Aber wir brauchen das Wasser. Täglich.

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen neue gute Gedanken über und mit dem Umgang dieses wertvollen Gutes.

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