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Nun bist Du fort …

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Es ist nach Mitternacht. Ich lag schon im Bett und bin doch noch einmal aufgestanden. Zu aufgewühlt meine Gedanken. Bilder die keine Ruhe geben wollen.

Gestern noch war die Welt in Ordnung. Zumindest bis kurz vor 11 Uhr unsere Zeit. Bis die Schreckensmeldung kam. Absturz eines Airbus. Wohl alle Insassen sind ums Leben gekommen. Über knapp 150 Menschenleben wird gesprochen. Und das in Europa.

Bis kurz vor 11 Uhr war auch die Welt für die Insassen in Ordnung. Mancher war froh den Flieger noch bekommen zu haben. Andere freuten sich auf die Heimat. Auf die Lieben daheim. So wohl auch die Schüler aus Haltern.

Und bis kurz vor 11 Uhr war auch bei allen die auf die Insassen warteten wohl alles soweit in Ordnung. Doch dann – dann kommt so eine Meldung. Und du fragst dich: Betrifft mich das? Kann das sein? Hier läuft doch sonst alles planmäßig. Wie unwichtig wird plötzlich so vieles im Leben. Verliert an Kraft und Würze.

Und auf einmal kommt das Chaos in den Kopf. Das nicht fassen können. Das nicht zulassen dürfen. Schmerzen. Tränen. Unsagbare Trauer. Verlust. Dieser Schnitt: Nie wieder werden wir uns in die Augen sehen. Dieses endgültige.

Ich sitze jetzt noch am Schreibtisch. Werde gleich wieder ins Bett gehen. Meine Gedanken werden sich beruhigen. Die Bilder werden für mich langsam ruhiger werden. Doch in wie vielen Köpfen läuft das Kopfkino weiter? Wie viele Tränen werden heute Nacht geweint? Wer wird die unsagbare Trauer tragen.

Bild1

Fragen über Fragen. Antworten werden langsam kommen. Manche nie.

Allen Nicht-Betroffenen wünsche ich eine gute (dankbare) Nacht. Und den Betroffenen eine tröstende Hand, ein kraft spendendes Gegenüber.

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