Blog
Home / Blog / Letzter Wille

Letzter Wille

0

Auch das ist Kommunikation. Darüber zu sprechen und den Nachkommen mitzuteilen, was nach meinem Ableben geschehen soll. Und das sollten Sie klar und unmissverständlich gesprochen und besprochen haben. Und aufs Papier bringen.

Dieser Tage stand im monatlich erscheinenden IHK-Magazin „Wirtschaft im Südwesten“ Ausgabe 3/2017, dass in den kommenden 10 Jahren in Deutschland rund 4 Billionen Euro vererbt werden.

Die Begleiterscheinungen bei Testamenten und Vererbungen sind immer dieselben:

  • Je höher der Betrag, desto höher das Streitpotenzial
  • Vage formulierte Testamente, die anfechtbar sind
  • Im Falle der Testamentseröffnung sind plötzlich mehr Menschen anwesend als einem lieb sind; und halten auch die Hände auf

Mit einem Testament kann man nicht früh genug beginnen. Der Tod gehört zu unserem Leben – und er kommt todsicher. Manchmal schneller als es einem recht ist.

Vor kurzen starb einer meiner Bekannten an einem Herzschlag. Dieser Tod trat unverhofft ein. Das hätten wir dieser Person nicht zugetraut, weil sie fit, quirlig und lebendig war. Keiner von uns weiß, wann die letzte Minute geschlagen hat. Also brechen Sie die Lanze für ein geordnetes Ableben, das vor allem Ihren Lieben ein Gefühl der Sicherheit gibt.

Der Heimgang eines geliebten Menschen ist schon schlimm genug. Wenn dann noch die testamentarischen Vorgänge nicht geregelt sind, kann das ein bitteres Erwachen geben.

Mein Tipp: Sprechen Sie mit den für Sie in Frage kommenden Menschen über die Zeit danach. Und das dann geklärt ist, wenn einer gehen muss:

  • Ablauf der Beerdigung
  • Was geschieht auf und während der Bestattung?
  • Was ist wie an wem zu vererben?
  • Wer muss/soll bedacht werden?
  • Welcher Personenkreis soll/muss nicht berücksichtigt werden?

Natürlich gibt es im Internet viele Hinweise. Auch Bekannte und Verwandte haben diese Phase Ihres Lebens schon hinter sich gebracht. Meine Erfahrung jedoch zeigt, dass der Gang zum Notar vor Ort eine sichere Alternative ist. Übrigens: In der BRD regeln diese Nachlassthemen die allgemeinen Nachlassgerichte. In Baden-Württemberg ist es der Notar.

So etwas durch einen Fachmann zu regeln und abzusichern kostet einen gewissen Betrag. Ich gehe mal davon, dass mancher schon froh gewesen wäre, es hätte genau diesen Gang zu Fachmann gegeben. Das Erwachen und sich bewusst werden was nach dem Tod alles auf einen zukommt macht den investierten Betrag wieder wett.

Der Weg zum Fachmann mit einer rechtssicheren Beratung ist meines Erachtens nach der günstigere. Auch dann, wenn es Änderungen geben soll ist der Weg dann ja in der Regel recht kurz.

Facebook

Twitter

YouTube