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Kraftausdrücke brauchen Sie nicht! Fäkalsprache gehört woanders hin!

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Heute schreibt mich eine Klientin an die vor kurzem auf meinem Rhetorik-Seminar war:

Die Qualität meiner Worte war ja nicht prickelnd (Sch…. hört man bei mir ja leider öfters…) wie kann ich diese in Kürze enorm verbessern?

Ich weiß noch, wie ich früher meinte, bestimmte schlimme Situationen genau mit solchen Ausdrücken wie Sch… bekräftigen zu müßen. Doch immer wenn ich dann einen solchen Ausdruck verwendet hatte tat es mir schon wieder leid.

Wie ist es also möglich die Wahl dieser Worte zu beenden?

Bewusst machen

Ich wiederhole es in den Seminaren immer wieder. Beginnen Sie recht schnell, ein Gefühl dafür zu bekommen, was in diesem Moment abläuft. Egal wo Sie sich befinden. Ob in einer Redesituation, bei einer Präsentation, in einer Besprechung oder einem Gespräch mit einer anderen Person. Was läuft da gerade? Inwieweit haben Sie die Situation im Griff? Haben sich selbst im Griff? Und damit auch Ihr Reden.

Reden

Reden Sie bedacht. Und langsam. Arbeiten Sie mit Pausen. Bauen Sie diese bewußt ein. Mit der Reduzierung der Geschwindigkeit erhalten Sie auch ein Gefühl dafür, was Sie als nächstes sagen. Bereiten Sie die Sätze im Geiste vor.

Sprechdenken

Genau das ist der Prozeß den Sie beherrschen sollten. Indem Sie jetzt etwas sagen bereiten Sie im Geiste schon den nächsten Satz vor. Achten Sie auf Ihre Worte.

Input

Mit welchen Medien umgeben Sie sich? Welche Informationen dürfen in Ihre Gehirnwindungen? Was lesen Sie? Mit welchen Menschen haben Sie Kontakt? Die oben zitierte Klientin hat während dem Seminar übrigens festgestellt, was das Unternehmen, wo sie momentan arbeitet, mit ihr gemacht hat. Schnelles sprechen, immer schnell handeln, falsche Wortwahl … Heute beim Anschauen der Übungs-Videos aus dem Seminar kam das alles wieder hoch.

Beenden oder schränken Sie Kontakte mit Menschen ein, die viel mit solchen Begriffen arbeiten.

Sie können grundsätzlich davon ausgehen, dass Ihr Gegenüber – ob Chef, Mitarbeiter, Zuhörer etc. – Sie auch mit dem was Sie sagen in eine bestimmte Schublade steckt. Bei der Wahl der Fäkalsprache ebenfalls.

plumber-2547329_1920 Foto: Pixabay

 

Übrigens: Sie machen das als Zuhörer auch so!

Vergessen Sie Kraftausdrücke. Sie brauchen eine solche Sprache nicht! Tragen Sie vielmehr zur Reinhaltung unserer Sprache bei. Alle Menschen werden es Ihnen danken.

Mit rhetorischen Grüßen

Ihr Siegfried Lachmann

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